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Nach der vierjährigen Grundschulzeit wird Ihr
Kind in eine weiterführende Schule der Sekundarstufe 1 überwechseln.
Für Eltern und Schule stellt sich spätestens
im 4. Schuljahr die Frage, welche Schulform für das Kind die
geeignete ist:
- Die
Hauptschule?
- Die
Realschule?
- Das
Gymnasium?
Der Übergang des Kindes
zu einer weiterführenden Schule ist für den Betroffenen eine
zukunftsbedeutsame und manchmal sogar eine "schicksalhafte"
Entscheidung, die einer sehr sorgfältigen Überlegung und Vorbereitung
bedarf. Aus diesem Grund sind viele Regelungen getroffen worden, die die
Grenzen zwischen den Schulformen durchlässiger gemacht und damit das
Schulsystem unseres Landes weiter geöffnet haben.
Die Eltern kennen ihr Kind sicherlich am besten. Sie wissen, dass es nicht
einfach ist, die Entwicklungsmöglichkeiten eines zehnjährigen Kindes
genau vorherzusagen und einer bestimmten Schulform zuzuordnen.
Auch
unsere Schule stellt weitgehende Überlegungen an, bevor wir eine
Empfehlung aussprechen:
- Auf
einem Elternabend informieren wir objektiv über die weiterführenden
Schulen und ihre Abschlüsse.
- In
einer Klassenkonferenz beraten alle Lehrkräfte, die das Kind aus dem
Unterricht kennen, ausführlich und sprechen eine Empfehlung aus.
- In
persönlichen Beratungsgesprächen helfen wir den Eltern, zu einer für
das Kind richtigen Einschätzung zu gelangen und teilen ihnen die
Empfehlung der Klassenkonferenz mit.
- Die
weiterführenden Schulen führen in der Mitte der 5. Klasse eine Gespräch
mit dem abgebendem Lehrer durch. In diesem Gespräch wird nochmals
besprochen, ob die gefällte Entscheidung die richtige war.
Alle
diese Maßnahmen ersetzen nicht das persönliche Gespräch mit der
Klassenlehrerin/dem Klassenlehrer Ihres Kindes.

"Zum Abi kommt man auch
noch später" - Unser Schulsystem ist durchlässig und
jeder hat eine Chance!
Wie finde ich die richtige Schule für mein Kind?
- nicht sofort das höchste
Ausbildungsziel (das Abitur) vor Augen haben, sondern den "Abschluss
nach der 10. Klasse" anvisieren. Nach diesem Abschluss ist Ihr Kind
reifer und kann selbst mitentscheiden.
Es erkennt selbst wo seine Stärken
und Vorlieben liegen
- auch Spätzünder haben dann noch eine faire Chance zum Abitur zu
gelangen
- ein Kind, das am Anfang überfordert wird, verliert schnell die Lust am
Lernen, ist frustriert und wird scheitern
- Veranlagungen erkennen und Fähigkeiten maximal fördern und die
passende Schulart mit ihren verschiedenartigen Angeboten dazu suchen
- welche
Unterrichtsform entspricht meinem Kind am besten

Gymnasium =
theoretisches
Lernen auch in knapp bemessenem Zeitraum
Realschule = praktisch-technisch orientiertes Lernen
Hauptschule = praktisch-handwerkliches Lernen
- auch der Wunsch Ihres Kindes soll berücksichtigt werden. Die
Entscheidung müssen aber die Eltern ganz alleine treffen, ein Kind ist
damit völlig überfordert
Wie können Sie Ihr Kind selbst einschätzen?
- schauen sie auf den Arbeitsstil Ihres Kindes:
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mein
Kind lernt zügig und freiwillig,
weiß immer welche
Hausaufgaben es auf hat
braucht kaum
Erklärungen
versteht sehr
schnell
kann gut
kombinieren (von
anderen Aufgaben ableiten)
arbeitet auch unter
Zeitdruck sauber und genau
hat bei
Textaufgaben in Mathematik keine Probleme
hat ein hohes
Selbstwertgefühl
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=
GYMNASIUM
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Ganz wichtig ist die Grundschulempfehlung
- Vertrauen sie der Aussage der Lehrerinnen
- die Lehrerinnen haben die Möglichkeit Ihr Kind mit anderen
Kindern zu vergleichen
- durch regelmäßige Gespräche mit den Lehrern der
weiterführenden Schulen (Hauptschule, Realschule, Gymnasium) erhalten die
abgebenden Lehrerinnen die notwendige Rückmeldung und die
Sicherheit die richtige Entscheidung gefällt zu haben
- alle in der Klasse unterrichtenden Lehrerinnen + die Schulleitung geben
ihr Urteil zur Grundschulempfehlung ab
Wenn sich Eltern und Lehrer nicht einig sind
- Sie können sich über die Entscheidung der Lehrer hinwegsetzen und
Ihr Kind durch einen Beratungslehrer testen lassen
- wenn dies auch noch zu keinem schlüssigen Ergebnis führt, kann Ihr
Kind eine Aufnahmeprüfung an der ausgewählten Schule machen
Welche Schule
und nicht welche Schulart, ist die richtige für das Kind?
- Eltern sollten
nicht nur auf spätere Berufsaussichten schauen
- Eltern sollten herausfinden, wo es ihrem Kind gut geht
- entscheidend für den Bildungserfolg ist oft nicht die Schulart, sondern
die Lehrerpersönlichkeit
Was ist zu tun, wenn die gewählte Schule nicht passt?
- Keine Panik, ein
Wechsel ist in den Klassen 6 + 7 möglich
- es wird aber mehr von oben nach unten, wie von unten nach oben
gewechselt

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